1. Gemeinsame Kampagne zum rechtssicheren Betrieb von offenen WLAN-Netzwerken

    Trotz massiver Kritik von Vereinen, Verbänden und nicht zuletzt aus allen Teilen der Gesellschaft hält die Bundesregierung unbeirrbar an ihrem Vorhaben zur Neuregelung der WLAN-Störerhaftung fest. Dieses Vorhaben bedroht die existenzielle Grundlage von offenen WLAN-Netzwerken und Hotspots in Deutschland.

    Es ist nun am Bundestag diese beunruhigende Fehlentwicklung der deutschen Politik zu stoppen und die WLAN-Störerhaftung bedingungslos abzuschaffen.

    Die aktuelle Rechtslage, sowie die geplante Neuregelung der WLAN-Störerhaftung führen zu erheblichen Rechtsunsicherheiten und bereiten damit allen Freifunkaktivisten in Deutschland heute schon große Probleme bei ihrem ehrenamtlichen Engagement zum Ausbau öffentlicher WLAN-Netze und der Vernetzung von Flüchtlingsunterkünften. Eine Abschaffung der WLAN-Störerhaftung ist aus diesem Grund wichtig und alternativlos.

    Der Verbund Freier Netzwerke NRW e.V. startet deshalb in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Freie Netzwerke e.V. und der Digitalen Gesellschaft e.V. heute eine Kampagne zur bedingungslosen Abschaffung der WLAN-Störerhaftung. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für rechtssichere Bedingungen beim Betrieb von Drahtlosnetzwerken einsetzen möchten, haben auf einer vorbereiteten Webseite die Möglichkeit, ein Schreiben mit entsprechenden Forderungen und Argumenten an die Bundestagsabgeordneten des jeweilig eigenen Wahlkreis zu richten. Selbstverständlich kann jeder Partizipant das Schreiben individuell anpassen und um weitere Argumente ergänzen oder kürzen.

    Generell empfiehlt sich immer ein schriftlicher Briefverkehr mit dem jeweiligen Abgeordneten zu initieren.

    Die Kampagnenseite ist unter prgenerator.freifunk.net zu finden.

    Achtung: Falls das Tool nach Eingabe der PLZ keinen Abgeordneten angibt, bitte bundestag.de/abgeordnete nutzen und die Adresse übertragen. Ebenfalls empfiehlt es sich zu prüfen, ob nicht weitere Abgeordneten für den jeweiligen Wahlkreis im Bundestag sitzen.

  2. Fehler bei Post verzögert Zustellung

    Für die Kommunikation per Post hat unser Verein Mitte März 2015 auf die Verwendung eines Postfachs umgestellt. Wir erhofften uns hierdurch den Zustellungsprozess etwas weniger personenabhängig machen zu können, sodass auch bei wechselnden Zuständigkeiten die Anschrift des Vereins gleich bleiben kann.

    Leider ist es in den vergangenen Monaten zu Problemen bei der Zustellung von Sendungen in unser Postfach gekommen.
    Da das Volumen der bei uns empfangenen Post seit der Umstellung auf das Postfach stark abgenommen hatte sind wir der Sache auf den Grund gegangen. Hierzu haben wir uns am 18. Juni 2015 bei der Deutschen Post beschwert und gleichzeitig einen Brief an unser eigenes Postfach addressiert und abgeschickt.
    Nach einiger Verzögerung (vermutlich durch den Streik bei der Deutschen Post) traf der Brief nun doch in unserem Postfach ein. Zusätzlich fanden sich in unserem Postfach eine Vielzahl von Sendungen. Die Älteste trägt einen Poststempel vom 15. Mai diesen Jahres. Eine Erklärung seitens der Deutschen Post zu diesem Vorgang steht noch aus.

    Wir bitten daher um Entschuldigung wenn es durch diesen Fehler der Post verzögerungen bei der Bearbeitung von Mitgliedsanträgen oder sonstigen Schriftstücken gegeben hat. Wir werden nun schnellstmöglich die Anträge und Sendungen bearbeiten.

    Der Vorstand
    Verbund freier Netzwerke NRW e.V.

  3. Statement zu SSH-Keys

    Vor kurzem wurde sowohl auf der Mailingliste „WLanTalk“ als auch auf der Diskussionsplattform https://forum.freifunk.net in bewusst skandalisierender Weise der Vorwurf erhoben unsere Firmware wäre darauf ausgerichtet angeschlossene Systeme zu infiltrieren. Dieser Darstellung widersprechen wir hiermit ausdrücklich, da sie unzutreffend ist.

    Die Diskussion entbrannte um eine für Entwicklungszwecke eingebaute Fernwartungsfunktion. Diese ermöglicht es bestimmten Administratoren per SSH Zugriff auf Geräte zu nehmen auf der diese aktiv ist und technisch weniger versierten Nutzern schnelle Hilfe zukommen zu lassen. In der Anfangszeit war unsere Software noch recht instabil, was häufige Eingriffe erforderlich machte. Der Quelltext unserer Firmware war jederzeit öffentlich einsehbar und mit dem klaren Hinweis versehen, diese nicht ohne vorherige Rücksprache zu verwenden.

    Um Fehlern vorzubeugen, gab es ein Selbstreparatursystem das eine gelöschte „authorized_keys“ (die Datei, die den Zugang zum System regelt) wiederherstellte. Wurde die Datei einfach gelöscht, kam es vor, dass das System nicht mehr korrekt arbeitete. Die Datei wurde aus einer Standard-Liste von Zugangsschlüsseln wiederhergestellt. Im Nachhinein betrachtet hätten wir besser einfach eine leere Datei erstellt. Das hätte den aufgekommenen Missverständnissen vorgebeugt.

    Da wir bis vor kurzen auf einer Mitgliedschaft bestanden haben wurden die Knoten durch persönlichen Kontakt vermittelt, daher oblag es immer der jeweiligen Community, den Aufsteller über eine ggf. aktivierte Fernwartungsfunktion zu informieren. Eine gesonderte schriftliche Information gab es daher nicht und wir haben nie auf einer unserer Webseiten dazu aufgerufen eine Version der Firmware mit aktiviertem Fernwartungszugriff herunterzuladen und zu installieren. Statt dessen haben wir immer um einen persönlichen Kontakt gebeten.

    Mit der Abschaffung der obligatorischen Mitgliedschaft und der Weiterentwicklung unserer Firmware ist die Fernwartungsfunktion obsolet geworden. Daher existiert sie um überwiegenden Teil unseres Systems nicht mehr. Sie ist nur noch dort aktiviert, wo der Wunsch des Betreibers danach besteht und entsprechende Absprachen getroffen wurden.

    Öffentlich, auf den Seiten der dem Verein angeschlossenen Communities, zum Download verlinkte Firmwareversionen enthalten keine aktiven Fernwartungszugänge. Auf ein aktives automatisches Update weisen wir explizit hin.

    Selbstverständlich haben wir den Vorgang nun rechtlich prüfen lassen. Unabhängig davon ist aber klar, dass die bisherige Praxis zu massiven Irritationen geführt hat und so nicht fortgesetzt werden kann.

    Um zukünftigen Missverständnissen vorzubeugen haben wir unser Vorgehen dahingehend geändert, dass Fernwartungszugänge und/oder automatische Updates nun schriftlich vom Knotenbetreiber quittiert werden müssen, sofern sie gewünscht sind. Dies soll den Mitgliedern Rechtssicherheit verschaffen, die in Ihren Communities diesen Service eigenverantwortlich und ehrenamtlich erbringen wollen.

    Weiterhin bieten wir in Zukunft den Communities, die als Unterstützung über uns ihre Firmware beziehen wollen, eine Gluon-Version an. Dort kann der Nutzer dann während des Installationsvorgangs (sog. Config-Mode) die entsprechenden Optionen selbst wählen. Außerdem wird die Firmware zukünftig für jede Community separat erzeugt und muss vor der Veröffentlichung von mehreren Personen digital signiert werden. So entsteht eine Aufspaltung zwischen der Backbone-Infrastruktur des Vereins und den diese nutzenden Firmwares der einzelnen Communities in deren Verantwortung dann die explizite Ausgestaltung liegt.

    Zusätzlich möchten wir so an den gebündelten Anstrengungen der Firmware-Entwicklung teilhaben indem wir uns selbst an der Weiterentwicklung der Gluon Firmware beteiligen.

  4. Umgestaltung von freifunk-nrw.de

    Um die Zusammenarbeit mit den anderen Freifunk-Gruppen in NRW zu verbessern und das Projekt Freifunk als Ganzes besser zu unterstützen haben wir im Vorstand überlegt die Domain „freifunk-nrw.de“ (beispielsweise) in ein neutrales – also nicht einer bestimmten Gruppe zugehöriges – Portal umzuwandeln und als Vereinsdomain in Zukunft „vfn-nrw.de“ zu verwenden.

    Diese Entscheidung möchten wir aber nicht ohne vorherige Mitgliederbefragung treffen. Diese wird in den nächsten Wochen per Email durchgeführt. Anschließend soll eine NRW-weite, gruppenunabhängige und offene Umfrage zur zukünftigen Verwendung von „freifunk-nrw.de“ stattfinden.

    Ideen nehmen wir bereits jetzt gerne entgegen. Bitte schreibt eine entsprechende Mail an info@freifunk-nrw.de.

  5. Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen e.V. wählt neuen Vorstand

    Wermelskirchen. Der Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen e.V. hat am 16. November auf seiner ersten Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt.

    Um der durch das erfreulich große Wachstum gestiegenen Arbeitslast Rechnung zu tragen, haben wir dabei die Anzahl der Mitglieder im Vorstand von fünf auf nunmehr sieben erhöht. Neben vier vertrauten Vorstandsmitgliedern konnten zusätzlich auch drei neue Gesichter für den Vorstand gewonnen werden. Der aktuelle Vorstand besteht somit aus:

    • Tobias Opitz, Freifunk Wermelskirchen (Verwaltung)
    • Ruben Wisniewski, Freifunk Leverkusen (Technik)
    • Sascha Bias, Freifunk Gronau (Technik)
    • Mike Galow, Freifunk Wermelskirchen (Schatzmeister)

    Neu im Team:

    • Felix Kaechele, Freifunk Leverkusen (Öffentlichkeitsarbeit)
    • Robert Prömper, Freifunk Remscheid (Mitgliedersupport)
    • Kevin Olbrich, Freifunk Hückeswagen (Allgemeine Anfragen)

    Mit dem vergrößerten Vorstand ist der Verein nun besser in der Lage die Ziele bei der Verbreitung und Förderung von Freifunk in Nordrhein-Westfalen zu verfolgen und das Wachstum sowohl in Mitgliederzahlen wie auch bei betriebenen Hotspots weiter zu unterstützen.

  6. Wie sicher ist man über Freifunk gegenüber PRISM?

    Der Text nimmt sich eine Korrespondenz über Email als Beispiel, dies gilt aber Analog bei allen Diensten (Facebook, Twitter, DropBox, Google Drive etc.).

    PRISM enthält wohl mehrere Komponenten die der Privatsphäre gefährlich werden können: Einerseits scheint ein Zugriff auf die Server bei diversen Anbietern, mit diesem Projekt ermöglicht worden zu sein.

    Hier ist es mit Freifunk möglich den Benutzer nur noch mit einem Account zu verknüpfen – nicht mehr mit der IP und damit auch mit dem Bürgerlichen Namen. Pseudonyme sind so sicher, sofern man in privater Korrespondenz über diesen Dienstleister nicht seinen Bürgerlichen Namen anderen Preis gibt.

    Wenn man eine Email an einen Bekannten verschickt unter der Adresse a@b.com so landet, bei Zugang von PRISM zum Server deines Emailanbieters, nur „a“ als Absender in der Datenbank. Deine IP ist nicht zu dir zurückverfolgbar, somit kann die IP nicht als Identifizierung deiner selbst dienen.

    Andererseits, wenn PRISM keinen Zugriff auf beide Emailserver hat, ist nur das Abhören von unverschlüsselter Kommunikation, bei der über die Internetinfrastruktur laufende Datenverbindung, möglich. Wenn zwischen den Emailservern eine verschlüsselte Verbindung verwendet wird und du beim Abfragen ebenso eine verschlüsselte Verbindung benutzt ist deine Kommunikation sicher.

    Um vollkommen sicher zu gehen, dass deine Kommunikation nicht überwacht werden kann, sollte End-zu-End-Verschlüsselung verwendet werden. GPG ist hier als Beispiel zu nennen.

    Einen großen Vorteil bietet Freifunk dennoch, lokale Dienste innerhalb des Freifunk-Netzwerks sind natürlich von diesen Überwachungen ausgenommen, da hier keine Kommunikation über irgendwelche (nicht-Vereins-)Server stattfinden muss.

    Wir möchten dir gerne eine Palette von sicherer Software empfehlen, die PRISM-Überwachung ausschließt, da End-zu-End-Verschlüsselung verwendet wird:

    DropBox/Google Drive Alternative: Bittorrent Sync

    Die Nachricht der Email sicher Verschlüsseln: Mit GPG

    Alternative zur Email: Bitmessage

    Alternative zu Skype/VoIP: Jitsi

    Alternative zu Facebook/G+: Disposia oder Friendica

    Alternative zu WhatsApp: Threema für Android und Threema für iOS

    /rk

  7. Einladung zur Gründungsversammlung des „Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen“

    Hallo zusammen,

    hiermit möchten wir alle Interessierten recht herzlich zur Gründungsversammlung des „Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen“ einladen.

    Die Versammlung findet am 14.04.2013 im Eventhaus Giebel (Stockhauser Str. 17, 42929 Wermelskirchen) statt und beginnt um 19 Uhr. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer und würden uns freuen, wenn ihr euch kurz unter info@freifunk-nrw.de ankündigen würdet. Dann wissen wir in etwa, mit wie vielen wir rechnen können. Selbstverständlich ist die Ankündigung optional. Auch Kursentschlossene sind gerne gesehen.

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Disclaimer

Jedes Freifunk-Projekt ist eigenverantwortlich tätig und der "Verbund freier Netzwerke NRW e.V." stellt keinen Dachverband für Nordrhein-Westfalen dar. Es gibt in NRW, sowie deutschlandweit eine ganze Reihe von Gruppen die Freifunk auf Ihre Weise betreiben. Der Fokus liegt dabei auf lokalen und unabhängigen Communities. Vereine wir der unsere sind dabei eher als Infrastrukturgeber im Hintergrund zu sehen. Allgemeine Informationen zum Projekt finden sich auch unter freifunk.net