Einladung zur Gründungsversammlung des „Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen“

Hallo zusammen,

hiermit möchten wir alle Interessierten recht herzlich zur Gründungsversammlung des „Verbund freier Netzwerke Nordrhein-Westfalen“ einladen.

Die Versammlung findet am 14.04.2013 im Eventhaus Giebel (Stockhauser Str. 17, 42929 Wermelskirchen) statt und beginnt um 19 Uhr. Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer und würden uns freuen, wenn ihr euch kurz unter info@freifunk-nrw.de ankündigen würdet. Dann wissen wir in etwa, mit wie vielen wir rechnen können. Selbstverständlich ist die Ankündigung optional. Auch Kursentschlossene sind gerne gesehen.

Kurz zum Hintergrund.

Als Ruben und ich vor einiger Zeit begannen uns mit dem Thema Freifunk zu befassen und die Community Wermelskirchen gründeten, stellte sich recht schnell heraus, dass wir offene Türen einrannten. Insbesondere die Gastronomen und Einzelhändler unserer beschaulichen Stadt waren dem Thema gegenüber sehr aufgeschlossen und es zeigte sich, dass auch eine große Bereitschaft zu finanzieller Unterstützung bestand.
Fast jeder den wir ansprachen war bereit zumindest einen Router aufzustellen und oft auch einen Internetzugang anzuschließen.
Die Probleme traten auf, als es um das Thema Quittungen und Sicherheit ging.

Die teilnehmenden Gewerbetreibenden wollten irgendeine Art von Quittung für Ihren Steuerberater. Um das Netz schneller zu vergrößern, hatten wir uns entschieden den Interessenten gleich mit einem konfigurierten Router aufzusuchen um diesen sofort anzuschließen. Es kam also nicht in Frage, dass die neuen Freifunker sich den Router ihrer Wahl erst bestellten und uns dann zum flashen zu geben. Diesen Aufwand wollte niemand treiben. Also hieß es, keine Quittung, kein Router.

Durch die allseits beliebte „Störerhaftung“ und die entsprechenden Medienberichte hatten einige dann doch ein flaues Gefühl im Magen und es war ziemlich klar, dass wir eine VPN Lösung brauchen. Eine solche Infrastruktur kostet Geld und verlangt Wartung. Die war für zwei aktiven schwer zu stemmen. Zwar entstanden über Ruben schnell Kontakte in die Nachbarstädte und wir arbeiten gut zusammen. Dennoch wird die Infrastruktur privat finanziert und ohne klaren Träger ist deren Zukunft beim Wegfall von Aktiven fraglich.

Ein Verein könnte beide Probleme lösen. Zum einen können Spenden angenommen und verwaltet werden, zum anderen bekommen die Spender Quittungen, die die Spenden steuerlich absetzbar machen und im Falle eines Gewerbetreibenden den Geldfluss dokumentieren.

Nun hätten wir natürlichen einen „Freifunk Wermelskirchen e.V.“ gründen können. Das hieße dann aber auch, dass sich im Umfeld „Freifunk Remscheid e.V.“, „Freifunk Leverkusen e.V.“, „Freifunk Burscheid e.V.“ usw. hätten gründen müssen, wenn wir die Netze weiter ausbauen wollten. Außerdem müssten sich dann in diesen Städten erst einmal sieben aktive Mitglieder finden die bereit sind tragende Rollen innerhalb der Vereine zu besetzen. Weiterhin bräuchten alle diese Vereine eigene Verwaltungen. Diese Zeit fehlt dann beim eigentlichen Netzaufbau und der Entwicklung. Letztendlich müsste das Rad wieder und wieder neu erfunden werden.

Ein Verein für Nordrhein-Westfalen könnte diese Erfordernisse bündeln und den Mitgliedern der angeschlossenen Communities eine Infrastruktur zur Verfügung stellen, auf der diese dann einen „virtuellen“ Ortsverband aufbauen können. Komplett mit eigenem Budget und allem was dazu gehört.
Außerdem gäbe es einen Anlaufpunkt für Presseanfragen, Informationsmaterial, Kampagnenführung und Lobbyarbeit.

Wir sind der Auffassung, dass ein solcher „Dachverband“ das Thema Freifunk in Nordrhein-Westfalen ein gutes Stück voran bringen und vor allem Neulingen den Einstieg deutlich erleichtern würde.

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Disclaimer

Jedes Freifunk-Projekt ist eigenverantwortlich tätig und der "Verbund freier Netzwerke NRW e.V." stellt keinen Dachverband für Nordrhein-Westfalen dar. Es gibt in NRW, sowie deutschlandweit eine ganze Reihe von Gruppen die Freifunk auf Ihre Weise betreiben. Der Fokus liegt dabei auf lokalen und unabhängigen Communities. Vereine wir der unsere sind dabei eher als Infrastrukturgeber im Hintergrund zu sehen. Allgemeine Informationen zum Projekt finden sich auch unter freifunk.net